Über 20 Gemeindevertreter und Raumplaner aus dem Weinviertel informierten sich beim Fachgespräch „Schutzzone Kellergasse“ am 5. Oktober über Sanierungsförderung, Bausperre und geeignete Instrumente der Raumplanung. Das Fachgespräch fand auf Einladung der LEADER-Regionen Weinviertel-Manhartsberg, Weinviertel-Donauraum und Weinviertel Ost statt.
Der Erhalt und die Weiterentwicklung der Kellergassen ist ein Schwerpunkt der regionalen Entwicklung. Die LEADER-Regionen engagieren sich daher seit vielen Jahren für den Erhalt und die Belebung dieser prägenden Kulturlandschaften. Allein in der LEADER-Region Weinviertel-Manhartsberg wurden bereits sechs Schutzzonenkonzepte unterstützt – in Hollabrunn, Haugsdorf, Wullersdorf, Nappersdorf-Kammersdorf, Zellerndorf und zuletzt in Grabern.
Als Experten standen Mag. Dr. Peter Aichinger-Rosenberger vom Amt der NÖ Landesregierung, Gruppe Baudirektion, Abteilung Allgemeiner Baudienst, sowie Ing. Michael Staribacher und Petra Thürr vom Kellergassenmanagement der Dorf- & Stadterneuerung für Fragen aus der Praxis zur Verfügung.
Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Kellergassen langfristig erhalten und gleichzeitig sinnvoll weiterentwickelt werden können. Dabei wurde deutlich, dass jede Kellergasse individuell betrachtet werden muss: Vor der Festlegung von Schutzbestimmungen sollte geklärt werden, welches konkrete Potenzial sie hat – etwa für Naherholung, Tourismus oder landwirtschaftliche Nutzung.
Auch die Bausperre wurde thematisiert. Die klare Botschaft: Eine Bausperre ist kein Bauverbot. Sanierungen, die den Schutzzielen entsprechen und sich sensibel in das Ortsbild einfügen, können weiterhin möglich sein. Die Bausperre schafft vielmehr den notwendigen Zeitraum für die Gemeinde, um die zukünftige Entwicklung zu planen.
Ein weiterer Schwerpunkt war die Kellergassen-Sanierungsförderung. Auch wenn die Fördermittel für das laufende Jahr bereits ausgeschöpft sind, kann die Zeit bis zum Neustart der Förderung am 1. Jänner 2027 für Bauberatung, Bestandserhebung und die Vorbereitung der Unterlagen genutzt werden.
Das Fachgespräch zeigte: Der Erhalt der Kellergassen braucht klare Entwicklungsziele, gute Planung, fachkundige Beratung und einen offenen Dialog zwischen Gemeinden und Eigentümer.
Für Fragen und fachliche Beratung stehen Mag. Dr. Peter Aichinger-Rosenberger (Amt der NÖ Landesregierung, Gruppe Baudirektion, Abteilung Allgemeiner Baudienst) – peter.aichinger-rosenberger@noel.gv.at, +43 2742 9005-14533 – sowie das Kellergassenmanagement mit Ing. Michael Staribacher und Petra Thürr – +43 676 885 91 126, kellergassen@dorf-stadterneuerung.at – Gemeinden und Eigentümer von Presshäusern und Kellern zur Verfügung.







LEADER NÖ Exkursion Polen, Co. Gudrun Hofbauer
LEADER Region WM