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Zum fachlichen Austausch begaben sich Weinviertler Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft und Gemeindepolitik nach Trofaiach, wo zahlreiche Aktivitäten zur Innenstadtbelebung in einer Kleinstadt umgesetzt werden. Über den Tellerrand schauen, Wissen und Erfahrungen aus einem erfolgreichen Projekt mitnehmen, das stand im Mittelpunkt der diesjährigen Exkursion, organisiert von den Weinviertler LEADER-Regionen.

Die Stadt Trofaiach ist einen erfolgreichen Weg gegangen, von einer ehemaligen durch Abwanderung geprägten Gemeinde blickt sie nun gestärkt in die Zukunft. 2014 wurde ein neuer Weg gegangen. Die Verantwortlichen der Stadt beschlossen gemeinsam mit einem externen Beratungsbüro wieder Leben in die Innenstadt zurückzubringen. Die Stadt Trofaiach gilt nun als Vorreiter im Bereich Innenstadtentwicklung. Der Prozess zur Wiederbelebung der Trofaiacher Innenstadt ist kein kurzfristiges Projekt, sondern wird noch über viele Jahre andauern, gestartet wurde dieser als LEADER-Projekt.

Im Rahmen eines großen Bürgerbeteiligungsprozesses wurden Ideen entwickelt, die nun in einem Masterplan Stück für Stück umgesetzt werden. Die Hauptstraße soll wieder ein Ort der Begegnung werden. Leerflächenbefüllung steht dabei genauso am Plan wie verkehrsberuhigende Maßnahmen und innovative Geschäftsideen. Das gelang mit der Gestaltung von öffentlichen Treffpunkten, Grünbeeten im Stadtkern zur Aufwertung, einer Begegnungszone, als attraktiven Punkt im Zentrum, einem 15-Minuten-Takt im öffentlichen Verkehr, neue zusätzliche Plätze zum Verweilen und der entscheidende Punkt – die Ansiedlung von vielen neuen Geschäften. Aber das allein führt noch nicht zum Erfolg – man braucht Menschen, die für diese Ideen brennen und das wird durch den Bürgermeister und den Standortmanager verkörpert. Gemeinsam mit ihren Teams haben Sie großartige Arbeit in vielen unermüdliche Gesprächen mit Grundstückseigentümern, Bürger*innen geleistet. Eine große Portion Durchhaltekraft ist bei der Umsetzung dieser Thematik eine wichtige Voraussetzung, auch Fortschritte und Rückschritte gehören bei solchen Prozessen dazu. „Experten tauschen sich aus“ lautete das Motto der Exkursion. 23 Wirtschafts-, Gemeinde- und Stadtmarketingvertreter aus dem gesamten Weinviertel sowie die Weinviertler LEADER-Kollegen folgten der Einladung. Ein Inputvortrag des Bürgermeisters und des dort ansässigen LEADER-Managers über den Prozess bildete den Rahmen für den Austausch. Am Nachmittag wurden die einzelnen Stationen, die entwickelt und umgesetzt wurden mit dem Standortmanager besichtigt.

Die Teilnehmer waren sehr beeindruckt, welches Engagement hier zur Belebung der Innenstadt vorhanden ist und welche positiven Effekte einhergingen wie geringerer Vandalismus, die Erhöhung der Fußgängerfrequenz oder die Kreativität der Menschen, die mitwirkten. Mit einer abschließenden Sammlung einer gemeinsamen Ideenwolke, wo jeder Teilnehmer, seine Ansätze für die eigene Gemeinde formulierte, ging die gemeinsame Exkursion zu Ende. „Vernetzung, Kooperationen und Diskussionen, gerade in herausfordernden Zeiten, wie wir sie jetzt erleben, sind wichtiger denn je. In Trofaiach gab es zum zweiten Mal nach Enns viele sichtbare Ansätze für eine belebte Innenstadt, ein weiterer Puzzlestein, wie Kleinstädte gestärkt werden können“ sind sich die Vertreter der vier Weinviertler LEADER-Regionen einig.

Die Stadtgemeinde Pulkau besitzt im Ortszentrum von Pulkau ein leerstehendes Kindergartengebäude mit dementsprechenden Gartenanlagen. Dieses Haus soll nun zu einer Begegnungsstätte für ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger werden und gleichzeitig werden auch die ‚Vater – Mutter – Kind Treffen‘ in diesem Haus stattfinden. Die große Gartenanlage dient der Ruhe, Entspannung, des „Gartelns“ und ein eigener Motorikpark der Fitness.

Im Rahmen dieses Projektes wird:

  • ein generationsübergreifender Begegnungsraum im ehemaligen und derzeit leerstehenden Kindergartengebäude inklusive Gartennutzung etabliert
  • Angebot für MitbürgerInnen unterschiedlichen Alters (z.B. gemeinsamer Mittagstisch für SeniorInnen, Vater-Mutter-Kind Treffen) geschafft
  • ein eigener kleiner Motorikpark zur Verfügung gestellt.

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Förderstelle: LF3
Umsetzungsjahr:
 2021
Kategorie: 
Lebensqualität
Förderschwerpunkt: 
Wertschöpfung

Die Job- und Bildungsmesse in Hollabrunn hat sich in den Jahren 2019 und 2020 über den Bezirk Hollabrunn hinaus bei den Schulen und den Arbeitgebern gut etabliert. Bei
beiden Messen waren von den Unternehmen und den Schulen regionale und überregionale Aussteller vertreten. Um die Bekanntheit zu erweitern, soll die Messe in den Jahren 2022-2024 weiterhin jährlich stattfinden und sich in NÖ etablieren. Die Messe soll bis 2024 regelmäßig stattfinden. Das Angebot soll verstärkt digitalisiert werden. Vorträge und Präsentationen sollen zum Beispiel nachträglich online abrufbar sein.

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Förderstelle: Eco plus
Umsetzungsjahr: 2022 – 2024
Kategorie: Bildung
Förderschwerpunkt: Gemeinwohl

Jobs- und Bildungsmesse 2019, ©HoMaG
Jobs- und Bildungsmesse 2019, ©HoMaG

Die Region Weinviertel – Manhartsberg verfügt über zahlreiche KMU’s sowie eine gute Verkehrsanbindung an den Wiener Raum, sowie nach Znaim und Südmähren. Damit ist sie prädestiniert als Standort und Ausgangspunkt für Initiativen zur Förderung der Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft in der gesamten Thaya-Region. Das Projekt ist als Pilotprojekt konzipiert. Eine Kooperation und die Erzielung von Synergien stehen dabei im Vordergrund: Im Rahmen einer Studie soll erforscht werden, welche Unternehmen zum Teil versteckte oder kaum bewusste Besonderheiten haben. Diese sind es wert, auch an andere Betriebe in der Region und darüber hinaus vermittelt zu werden.

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Förderstelle: LF3
Umsetzungsjahr: 2021 – 2022
Kategorie: Wirtschaft
Förderschwerpunkt: Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit & Wertschöpfung